Kirche Thierbaum

In einer Beschreibung (1) von 1844: heißt es von der Thierbaumer Kirche, sie sei „... uralt und klein. Die Zeit ihrer Erbauung ist unbekannt. Weder im Inneren derselben, noch an den Glocken ist eine, auf das Alter der Kirche hinweisende, Jahrzahl zu finden.“

Ein grundlegender Umbau erfolgte 1860/61. In der heute sichtbaren Form entstanden der Altarraum mit einem Kanzelaltar, die Eingangshalle mit Treppenhaus, eine Sakristei, die Emporen und der Taufstein.

1905 wurden Teile des Kirchenschiffes in nicht sonderlich harmonischer Weise mit z.T. grellen Farben und unterschiedlichen Schablonenmalereien überfasst. Einzelne Befunde sind bei einer Renovierung 1996 herausgearbeitet und sichtbar erhalten worden. Insgesamt wurde 1996 die in zarten Farben gehaltene Fassung von 1861 wieder hergestellt. Die Decke ist von einer illusionistischen Stuckleiste umfasst, deren Spiegel mit Schablonenmalerei und einem zentralen Kreuz gefüllt ist.

Die Orgel stammt von 1909 und ist mit einem Prospekt im Jugendstil versehen. Der Kanzelaltar ist gekrönt von einem Davidstern, der in seiner Mitte das „Auge Gottes“ und in hebräischen Schriftzeichen den alttestamentlichen Gottesnamen „Jahwe“ trägt. Das Taufbecken hat einen Deckel mit einem Lesepult, was die Einheit von Wort und Sakrament symbolisiert. Das Unterteil des Beckens ist muschelförmig, darunter ein Blütenkelch mit abschließendem Zapfen. Getragen wird der Taufstein von drei Tierfüßen, die in Rankenwerk übergehen. Das Gotteshaus wird gekrönt von einer 1989 neu hergestellten Wetterfahne mit den Buchstaben: G.I.E.D – Gloria in excelsis Deo, zu deutsch: Ehre sei Gott in der Höhe!

(1)    sächsische Kirchengalerie


Andreas Illgen

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